Audiomitschnitt der Lesung „Medea.Stimmen“ mit Schauspielerin Gabriele Heinz

Am 9. Februar 2016 fand an der Humboldt-Universität eine Lesung mit der Schauspielerin Gabriele Heinz statt. Heinz, Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin, las im Transitraum/Heiner-Müller-Archiv der HU einige Passagen aus Christa Wolfs vielbeachtetem Roman „Medea. Stimmen“, der 1998 erschien. Sie war der Einladung der studentischen Arbeitsgruppe Christa Wolf Andernorts gefolgt, die sich mit dem literarischen Werk Christa Wolfs auseinandersetzt.

Die Veranstaltung ist hier im Audiomitschnitt nachhörbar.

An einem kalten und regnerischen Dienstagabend sind nur noch wenige Fenster im Gebäude der Dorotheenstraße 24 erleuchtet. Die meisten Studierenden und DozentInnen sind nicht mehr da, nur aus dem Transitraum, in dem sich das Heiner-Müller-Archiv befindet, hört man Stühle klappern und Stimmen murmeln, ab und zu ein lautes Lachen, das von den Regalwänden voller Bücher verschluckt wird. Gabriele Heinz ist zu Gast bei uns, der studentischen Arbeitsgruppe Christa Wolf Andernorts. Seit Wochen beschäftigt sich unsere Gruppe mit dem Roman „Medea.Stimmen“ und freut sich, Passagen des Werks von einer professionellen Stimme artikuliert zu hören. Dass an der Kompetenz von Frau Heinz nicht zu zweifeln ist, ließ ihre kurze Vorstellung durch Professor Birgit Dahlke erahnen:

Die Dramaturgie und Zusammenstellung übernahm denn auch Frau Heinz, weshalb wir umso gespannter auf ihre Erklärung waren, welche Ausschnitte aus welchen „Stimmen“ des Romans sie gewählt hatte:

Die eigentliche Lesung begann Frau Heinz in medias res. Mit ihrer angenehm temperierten Stimme und ihrer bedachten und gewählten Ausdrucksweise gelang es ihr, den Romanstimmen Leben einzuhauchen und Bilder vor den Augen der ZuhörerInnen aufzurufen. Teil 1 der Lesung:

Nach diesem Kraftakt für Heinz – sie war trotz Erkältung zu uns gekommen – legte die Schauspielerin eine (dramaturgische) Pause ein, in der es Zeit und Raum für Gespräche gab.

Anschließend folgte Teil 2 der Lesung, aus Platzgründen in zwei Abschnitten:

Im Anschluss an die Lesung stellte sich Heinz den Fragen des Publikums. So erzählte sie von ihrem Verhältnis und Zugang zu „Medea. Stimmen“:

Einige BesucherInnen hatten bereits andere Inszenierungen und Lesungen von „Medea. Stimmen“ gesehen. Ihnen gefiel die reduzierte und pointierte Vortragsweise von Gabriele Heinz, weshalb die Frage aufkam, wie SchauspielerInnen einen literarischen Text vortragen sollten. Frau Heinz äußerte sich folgendermaßen:

Wir danken Frau Heinz, dass sie sich, zumal erkältet, Zeit für uns genommen und durch ihre Art des Vortrags und ihre Auswahl bestimmter Passagen einen neuen Blick auf „Medea. Stimmen“ eröffnet hat!

Quelle: http://www.artofageing.eu/article/gabriele-heinz

Gabriele Heinz wurde in Wien geboren, besuchte die Schauspielschule Ernst Busch und ist heute Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin (Quelle: http://www.artofageing.eu/article/gabriele-heinz)

 

MariB

 

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